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          "Der Weg, der zur Gesundheit und einem langen Leben führt,
              ist recht einfach und entgeht der Aufmerksamkeit derer,
              die nach komplizierten Lösungen suchen."

                                                                                      (daoistische Weisheit)



Das älteste Prinzip der chinesischen Philosophie ist das der Polarität: die Einteilung in Yin und Yang. Das gesamte Leben, das gesamte Universum, ist nach diesen zwei gegensätzlichen, sich aber ergänzenden Prinzipien ausgerichtet. Überall im Leben findet sich diese Polarität. Es gibt keinen Tag ohne Nacht, keine Kälte ohne Wärme. Das eine kann ohne das andere nicht sein.

Wechselvolle Beziehungen
Jedes Ding enthält Anteile von Yin und Yang - nur in verschiedener, immer wechselnder Beziehung. Am eindruckvollsten sieht man diese Rhythmik im Tagesablauf. Yang, das Helle, das Licht, steigt aus dem Dunklen Yin der Nacht allmählich hervor und geht nach Überqueren des Zenits mit langen Schatten in das Dunkle des Abends und der Nacht zurück. Yang ist eine aufwärtsgerichtete, Yin eine abwärts gerichtete Energiekraft. Ist der Mensch gesund, befinden sich Yin und Yang im Gleichgewicht, die Lebensenergie Qi kann frei fließen.

Die Lebensenergie Qi fließt im menschlichen Körper - wie Elektrizität in einem Computer - über vorgegebene Stromkreise, die Meridiane. Es gibt zwölf Hauptmeridiane, die untereinander und mit den Organen verbunden sind und diverse Netzverbindungen, die mittels Akupunktur-Therapie beeinflusst werden können.

Das Eine existiert nicht ohne das Andere
Die ursprüngliche Bedeutung des chinesischen Ideogramms für Yin ist "die Schattenseite des Berges." Yin steht daher für Dunkelheit und das weibliche Prinzip: Substanz, Passivität, Kühle, Ruhe, Empfängnis. Auf der körperlichen Seite steht es für erholsamen Schlaf, gute Nerven, Entspannung, auf der psychischen für Gelassenheit, Geduld und Zurückhaltung.

Yang bedeutet "die Sonnenseite des Berges". Yang steht daher für Helligkeit und das männliche Prinzip: Aktivität, Dynamik, Wärme, das Gebende. Auf der körperlichen Seite steht es für Kraft, Leistung, starke Abwehrkräfte, in Bezug auf die Psyche für Konzentration, Willenskraft, eine starke Ausstrahlung.

Die fünf Elemente
Die Polarität von Yin und Yang wird ergänzt durch die Fünf-Elemente-Lehre oder Fünf-Wandlungsphasen, da sie alle dynamischen Prozesse des Werdens und Vergehens in der Natur verkörpern. Die chinesische Medizin ordnet ihnen bestimmte Organe und Eigenschaften zu. Allerdings umfasst ein Organ immer einen ganzen Funktionskreis. So ist mit "Lunge" die gesamte Atemfunktion einschließlich der Riechorgane, der Haut und der Körperhaare gemeint. Die Organe beziehungsweise Funktionskreise sind wiederum nicht isoliert voneinander zu betrachten, sondern beeinflussen sich gegenseitig.